Fuji X70 - you're at home baby!

Fuji X70 – you’re at home baby!

Seit mehreren Jahren liebäugle ich mit einer kleinen, kompakten Kamera mit guter Bildqualität zum immer dabeihaben. Gerade für die Streetfotografie ist mir meine Nikon D7100 manchmal zu groß und auffällig und auch das iPhone als Alternative überzeugt mich nicht wirklich, da ich dieses immer recht auffällig nach oben halten muss. Ein kleiner Traum war immer die Fuji X100 Serie, welche mir vom Formfaktor, von der Bildqualität und auch von ihrem Retrodesign sehr gut gefällt. Leider hat mich der doch sehr hohe Preis immer abgeschreckt. Aber nun hat Fuji die kleine Schwester der X100T herausgebracht welche heute bei mir angekommen ist.

Fuji X70

Die Kamera ist komplett aus Aluminium und man spürt die Wertigkeit beim Anfassen. Ich habe mich für die komplett schwarze Kamera entschieden, es wäre auch noch silber-schwarz möglich gewesen. Im Gegensatz zur X100T besitzt die X70 keinen Messsucher mehr, an der selben Stelle befindet sich nun der kleine eingebaute Blitz. Der Verzicht auf den Messsucher ermöglicht aber eine kleinere Bauweise und somit eine noch kompaktere Kamera. Mit meiner Nikon fotografiere ich immer mit dem optischen Sucher und verwende den Live-View im Display nur sehr selten, das wird anfangs sicherlich eine Umstellung für mich bedeuten. Notfalls kann ich mir immer noch einen Aufstecksucher für die Kamera kaufen.

Das Display der X70 ist aber wirklich einen Verbesserung zur x100t. Er ist nun klappbar und das bis zu 180 Grad nach oben und 45 Grad nach unten. Somit sind auch Selfies mit dieser Kamera möglich. Selfies haben bei mir zwar nur unterste Priorität aber das Klappdisplay empfinde ich, insbesondere für die Stereofotografie oder für Fotos aus ungewöhnlichen Blickwinkeln, als sehr nützlich.

Fuji X70

Die Kamera hat eine Festbrennweite mit umgerechnet 28mm zum Kleinbild. Also eine typische Reportagekamera. Mit f2.8 ist das Objektiv sehr lichtstark, kommt aber nicht an die f2.0 einer X100T heran. Vermutlich wäre bei einer höheren Lichtstärke die kompakte Bauweise des Objektivs nicht mehr möglich gewesen. Auf das Fotografieren mit Festbrennweite freue ich mich wirklich, denn auch mit meiner Nikon bin ich viel lieber mit Festbrennweite als mit Zoom unterwegs. Durch den festen Ausschnitt muss man sich einfach mehr mit der Bildgestaltung und dem optimalen Standort auseinander setzen. Trotzdem besitzt die Fuji einen digitalen Telekonverter. Mit diesen sind Ausschnittvergrößerungen mit 35mm und 50mm Kleinbildäquivalent möglich. Natürlich auf Kosten der Auflösung.

Auslösen kann man wie üblich über den Ausleseknopf auf der Kameraoberseite oder man benutzt das Touchdisplay. Je nach Einstellung benützt man das Display nur zum Fokussieren oder zum Fokussieren und Auslösen. Mit 3,0 Zoll und 1,04 Millionen Bildpunkten liefert die Kamera auch ein sehr gutes Bild.

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Als Sensor arbeitet der X-Trans CMOS II Sensor mit 16 Megapixel und einer Sensorempfindlichkeit von ISO 200 bis ISO 6.400 (erweiterbar auf ISO 100, ISO 12.800, ISO 25.600 und ISO 51.200). Der mechanische Verschluss arbeitet bis 1/4000 s und mit dem elektronischen Verschluss sind auch noch Zeiten von 1/32000 s möglich. Bei Serienaufnahmen wird eine Bildrate von 8 Bildern pro Sekunde angegeben.

Auf was ich mich freue ist das Fotografieren mit Festbrennweite und einer Kamera die ich immer dabeihaben kann. Gerade für meine Streetfotografiespaziergänge durch München freue ich mich schon auf das Klappdisplay um kontrolliert aus der Hüfte zu schießen und auch den hoffentlich fast lautlosen elektronischen Verschluss. Interessant könnte hier die Wifi-Fähigkeit der Kamera sein und die Möglichkeit die Kamera über das iPhone auszulösen. Theoretisch könnte ich mir die Kamera locker seitlich umhängen und die Bildgestaltung über die App vornehmen und somit auch weitgehend unbemerkt auslösen.

to be continued…